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Worte des Lebens...

„Wer aus Gott geboren ist, der tut keine Sünde; denn Gottes Kinder bleiben in ihm und können nicht sündigen; denn sie sind von Gott geboren"

1. Joh. 3, 9

 

Überlebenstraining in freier Natur PDF Drucken E-Mail
ImageEs begann mit einer tiefen Schnittwunde und endete mit 25 erfahrenen Schnitzern. Das Jungscharlager 2011 stand ganz im Zeichen des Überlebenstrainings in freier Natur und war für alle Beteiligten ein ganz besonderes Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden.

 

 

Nicht alle, oder sagen wir kaum jemand, war sehr begeistert, als wir nach dem Fertigstellen des Lagers, im Mondschein eine Nachtwanderung angetreten hatten. Ausgenommen der Helfer natürlich, die sich einen Spaß daraus machten, uns zu verbieten die Taschenlampen zu benutzen, die doch fast an erster Stelle auf der Packliste stand. Es ging durch den stockdunklen Wald, mitten durch das Gestrüpp. Dornen, Schlamm und umgefallene Bäume erschwerten uns den Weg zusätzlich zu der immer mehr durchdringenden Dunkelheit. Schulter an Schulter bahnten wir uns den Weg in der Hoffnung, dass wir in den nächsten Minuten endlich wieder auf befestigte Schotterwege stoßen würden. Doch, je länger es ging, desto gleichgültiger wurde uns dies, da das Wasser mittlerweile sowieso schon bis zu den Socken durchgedrungen war. Wer bisher noch wenig Wildniserfahrung hatte, war jetzt mittendrin. Und was uns erst wie eine sinnlose Übung vorkam, stellte sich jedoch später als wichtige Erfahrung für die Orientierung im dunklen Gelände heraus. Denn wir merkten bald, dass wir an diesem erst so sicher scheinenden Ort nicht unbeobachtet waren. In einiger Entfernung herumhuschende Gestalten, die uns bei einem Identifikationsversuch entkamen, veranlassten uns dazu, eine Nachtwache einzurichten.

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Doch die Nacht verlief ruhig und ohne weitere Störungen. Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zur nahe gelegenen Ruine Maienfels. Auf dem Weg rüsteten wir uns mit geeignetem Gehölz aus, aus dem wir uns später geschickt Bogen bauten. Immer wieder eintretende Regengüsse beeinflussten die gute Stimmung nicht im Geringsten. Von Zeit zu Zeit trafen wir uns dann im schützenden Zelt und bearbeiteten dort weiter unsere selbst gebauten Waffen. Am Nachmittag ließen die Regengüsse nach und wir bereiteten uns auf einen spannenden Wettkampf vor. An verschiedenen Schießständen, Hindernisläufen und sonstigen Stationen kämpften wir um die Taschenmesser, welche die besten 3 in jeder Altersklasse gewinnen konnten. 

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In der Dämmerung sangen wir dann, um das Lagerfeuer versammelt, viele Lieder und bekamen durch Gottes Wort eine Wegleitung für unser Leben. Wir hörten davon, bei allem was wir tun von ganzem Herzen dabei zu sein. Unsere Feinde können wir im Leben nur besiegen, wenn wir wachsam sind und uns dazu bestimmen, so zu leben wie es uns Jesus gelehrt hat. Jesus lebte treu, indem er es geliebt hat, das Böse zu verwerfen und das Gute zu erwählen. Wie Butter und Honig war es für ihn, wenn er dazu Gelegenheit bekommen hatte. So sollen auch wir es haben. Wir können selbst erleben wie froh wir werden, wenn wir diesem Vorbild nachlaufen. Doch alles hat seinen Anfang im Glauben und so bestimmten wir uns dazu, das, was wir hörten, ab jetzt von ganzem Herzen zu tun: In jeder Gelegenheit das Böse zu verwerfen und das Gute zu erwählen!
 
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Später bekamen wir die lang ersehnten Süßigkeiten. Zwar nicht Butter und Honig, aber dafür viele, süße Marshmallows. Auf der Glut wurde bald noch Pfannkuchen und Maiskolben zubereitet und alle schmausten nach Herzenslust.
 
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Als es auf Mitternacht zuging, dachte keiner so wirklich ans Schlafen. Einige Späher berichteten erneut von Auffälligkeiten am Rande des Lagers und bald war allen klar, dass es früher oder später zu einem Kampf kommen würde. An strategisch festgelegten Punkten lagerten wir Wasserbomben und stellten Fallen auf. Aber der Gegner ließ lange auf sich warten. Doch plötzlich schreckte uns ein loderndes Feuer auf dem nahe gelegenen Weg auf. Der ganze Asphalt brannte lichterloh und durch das Feuer rannten uns dunkle Gestalten entgegen. Alle gingen auf ihre Posten und gemeinsam wehrten wir mit Hilfe von Wasserbomben diesen ersten Angriff ab. Auf dem ganzen Gelände begannen erbitterte Kämpfe. Bald hatten wir viele Gefangene am Lager unter Kontrolle und stellten mit Entsetzen fest, dass uns die Fesseln ausgingen. Doch glücklicherweise waren uns die Angreifer besser gesonnen als es erst den Anschein hatte. Nachdem wir uns so richtig ausgetobt hatten gaben sie sich geschlagen und alle erzählten sich die begangenen Heldentaten, die sich im Laufe der Jahre noch zu Legenden entwickeln werden.
 
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Nach einem ausgiebigen Frühstück am Sonntagmorgen, einem anstrengenden Fußballmatch und einer Spritztour auf dem Hänger kamen wir dann auch schon wieder zum Ende dieses spannenden Jungscharlagers. Erschöpft von all den Aktivitäten und dem wenigen Schlaf verfrachteten wir uns in die PKW’s und fuhren glücklich nach Hause.

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