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UNVERGESSLICH! So kann man die Kinderfreizeit in einem Wort beschreiben. So geht es wohl allen die dabei waren und diese unvergesslichen Tage in einem Nachbarort von Blaubeuren auf der Schwäbischen Alb miterleben konnten!
Donnerstag
Zur Eröffnung heizte die Band (aus Waldhausen) im Festzelt kräftig ein und sorgte für die richtige Stimmung. Nach einem leckeren Imbiss, einer kleinen Ansprache und dem Startschuss durch Christoph Matulke wartete ein besonderes Highlight auf uns.
Wir trafen uns zu einer kurzen Kinderstunde und durften anschließend ein spannendes Musical sehen: „David - ein Freund Gottes“. Unter diesem Motto stand die gesamte Kinderfreizeit. Zu Beginn hörten wir einige Worte von Thomas Bahmüller. David war ein eifriger Mann und er war Gottes Freund. Auch du und ich, wir können solche Freunde Gottes werden. Aber wie werden wir ein Freund Gottes? Die Antwort dazu finden wir in 1. Samuel 16, 7. „[...] ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an.“ Zuhause, in der Schule, in all unseren Verhältnissen können wir ein Freund Gottes werden. Dazu müssen wir uns aber entscheiden. „Wähl ihn, den Heiland, wähl ihn fürs Leben, ein bessern Freund wirst du niemals sehn. Wirst in der Jugend du ihn dir zum Freund erwählen, so wird er durch das ganze Leben mit dir gehn.“ Dieses Lied bildete den Abschluss des ergreifenden Musicals, in dem einige Ausschnitte aus dem Leben Davids dargestellt wurden. In all den vielen Prüfungen die David hatte, lebte er nicht sich selbst, sondern prüfte, was Gottes Willen war. In seinem Herzen brannte eine Liebe zu Gott und zu seinen Geboten.
Nach dem Musical wartete noch eine kleine Überraschung auf die Kinder. Eis am Stiel, inklusive Pfeife oder Glitzerstab. Bei dem anschließenden Pfeifkonzert bangte sicher so mancher Helfer um die anstehende Nachtruhe.
Freitag
Der nächste Tag begann mit einer Kinderstunde. David war oft nachts als Hirte ganz alleine auf dem Feld. Es konnte vorkommen, dass wilde Tiere seine Schafe angegriffen haben. Wenn er dann Angst bekam, betete er zu Gott. Dabei hat er sich fest auf seinen Gott verlassen, wie auf einen Fels oder eine Burg. Wenn wir auf dem Schulhof sind und dazu angestiftet werden Böses zu tun, kann man sich wie David alleine fühlen und Angst bekommen. Doch Gott ist mit uns. Wir hörten davon, dass seine Augen alle Welt durchfahren, um die zu stärken, die von ganzem Herzen an ihm sind.

Nach der Kinderstunde wurde es für einige Kinder etwas hektisch. Schnell wurde noch ein Lunchpacket eingepackt und schon ging es los. „Mission 2gether“ stand heute auf dem Programm. Dazu wurden alle Kinder in Gruppen eingeteilt und durchliefen unterschiedliche Stationen. Ziel der gemeinsamen Mission war es, möglichst ein gutes Team zu bilden und so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Zu den Aufgaben zählte unter anderem, die Bundeslade sicher ins Ziel zu bringen oder den Riesen Goliath mit der selbst gebastelten Steinschleuder am Kopf zu treffen. Diese und viele andere interessante Aufgaben warteten auf die einzelnen Teams. Die älteren Kinder verbrachten den „Mission 2gether-Tag“ mit einem Extra-Programm auf dem Schlosshof.
Nach diesem anstrengenden Tag ließen wir es am Abend etwas ruhiger angehen. Wir bekamen ein Schattenspiel zu sehen und ließen den Tag gemütlich am Lagerfeuer ausklingen.

Dabei sahen wir ein Theaterstück und das mächtige Heer Davids, das gegen die Amalekiter in den Krieg zog, um die Frauen, Kinder und alles, was die Amalekiter genommen hatten wieder zurück zu holen. David gelang auch dieses Vorhaben, weil er sich auf den Herrn verlassen hat und nicht auf seine eigene Stärke. „Er fragte den Herrn und sprach: Soll ich den Kriegsleuten nachjagen und werde ich sie ergreifen? Er sprach: Jage ihnen nach! Du wirst sie ergreifen und Rettung tun.“ 1. Samuel 30, 8
Nach dem eindrucksvollen Vorspiel hatten wir noch Gemeinschaft mit Gesang, Musik und Tanz. Nachdem die jüngeren Kinder im Bett waren rückten die größeren zusammen und hörten von dem besonderen Geist und der Kraft, die in der Musik und in den Liedern der Brüder liegt. Von diesem Geist durften wir alle bei dem Vorspiel des Musicals kosten.
Samstag
Am Samstag wurden wir in der Versammlung dazu ermahnt, uns an Gottes Gebote zu halten und ein Licht zu sein, dort wo wir sind. Bei dem anschließenden Kreativtag wartete wieder ein tolles Programm auf die Kinder. Es war einfach für jeden etwas geboten. Für die sportlichen wurde eine Inlinertour oder eine Kanufahrt angeboten. Für die Tüflter und Bastler war auch wieder eine große Auswahl dabei. Es wurden wunderschöne Steckenpferde und Handyhalter gebastelt oder auch Gipsmasken angefertigt und eingefärbt. Bei der Keilrahmentechnik entstanden tolle Kunstwerke und ganz wild ging es im “Wilden Westen” zu. Dort wurden unter anderem Pfeil und Bogen gebastelt und Indianerschmuck hergestellt. Es wurde geschossen, mit einem Bär gekämpft und sogar eine Hütte in Brand gesetzt. Es war ein wirklich unvergesslich schöner Nachmittag, an dem jeder auf seine Weise gefordert wurde.

Am Abend hatten wir eine kräftige Erweckungsversammlung. Wir sangen mit Bruder Tombre zusammen: „Sei wie David so klug, bei jedem Atemzug!“ Man könnte meinen, David hat nie einen Fehler gemacht. Aber so war es nicht. Er hat auch Fehler gemacht. Aber dann hat er inniglich zu Gott gebetet, weil er wusste, dass er auf Gottes Hilfe angewiesen war. Wir alle wissen, wie schnell wir versucht werden. Aber dann können wir zu Gott gehen und beten: Lieber Gott, du weißt, wie schnell ich versucht werde,...“ Diese Gelegenheit wurde an diesem Abend reichlich wahrgenommen und viele Kinderherzen haben ganzherzige, neue Beschlüsse gefasst.
Familientag
Am Sonntag fand, wie auch im letzten Jahr, ein Familientag statt, wozu die Eltern und kleineren Geschwister angereist kamen. Bevor wir nochmals das Musical sehen durften, hatten wir eine besonders gute Versammlung. Wir hörten von einer bestimmten Holzart, dem Balsaholz. Es hat einen ganz herrlichen Duft. Auch wir können lernen so zu leben, dass ein herrlicher Duft von uns ausgeht. Wenn wir mit jemanden gesprochen haben, können wir uns selbst prüfen und fragen, war es gut mit mir zu reden? Mögen wir es so haben, dass es stets gut ist, mit uns zu reden. Durch solch ein Leben können wir den anderen zum Segen sein. Dann wird es mit uns so, wie es steht: „Aber der Gerechten Pfad glänzt wie das Licht, das immer heller leuchtet bis auf den vollen Tag.” Dann wird es immer heller und heller und der Duft, der von uns ausgeht wird immer besser und besser.

Am Nachmittag kamen auch die Kleinen nicht zu kurz. Hüpfburg, Kasperle, Schminken, Basteln, Mohrenkopfschleuder, Luftballons, Zügle fahren und vieles mehr sorgten für viel Freude bei den Kindern. Doch irgendwann war leider auch diese Kinderfreizeit zu Ende. Nun hieß es Abschied nehmen.
Mögen wir den Geist Davids in den Alltag mitnehmen und uns das Lied des Musicals zu Herzen nehmen: “Im Geringen seit treu, dort wo Gott dich gesetzt; sei nicht lässig, denn schnell flieht die Zeit!“ |