15.-19. Juni 2011
In der Zeit zwischen 15. - 19. Juni durften wir einen besonders schönen Jugendausflug nach Mittewald in Österreich erleben! Von Aktivitäten rundum im Kärntner Land über eine Venedig Tour bis hin zu einem gemeinschaftsfördernden Arbeitseinsatz in Mittewald, zusammen mit unseren Freunden dort, erlebten wir auf dieser Tour jeden Tag unvergessliche Momente.
Als am Mittwochabend gegen 23 Uhr die ersten Kleinbusse in dem idyllisch gelegenen Gemeindeort Villach einrollten, wartete auf uns bereits ein reich gedecktes Buffet. Die lauen Temperaturen in dieser Sommernacht und ein sternenklarer Himmel weckten schon jetzt die Vorfreude auf den nächsten Tag, an dem verschiedenste Aktivitäten auf dem Programm standen. 

Während sich am Donnerstagmorgen eine kleinere Gruppe schon etwas früher auf den Weg zu einer erlebnisreichen Bergtour im bezaubernden Soca- Tal aufgemacht hatte, waren dann bis 9 Uhr auch die letzten Gruppen unterwegs zu den jeweiligen Aktivitäten. Ein Großteil der Jugend erlebte auf einer gemütlichen Wanderung die wunderschöne Landschaft im Nassfeld und tobte sich anschließend auf einer Sommerrodelbahn aus. Vom selben Ort aus startete auch eine Gruppe von begeisterten Mountainbikern und im Osttirol gab es die Möglichkeit für Rafting und Canyoning. Abgesehen von einigen blauen Flecken vom Canyoning und Biken, kleinen Crashs beim Rodeln und einem Einbruch im Wagen von Peter durch einen erfolglosen Einbrecher, der sich nun über einen Rucksack mit Bibel und Liederbuch freuen darf, verliefen die Aktivitäten reibungslos. Am späten Nachmittag trafen wir uns dann alle an einer abgelegenen Sandbank an der Gail. Es wurde gebadet, gespielt und gegrillt. Gegen Abend sangen wir am Feuer erbauliche Lieder und hörten viele kurze Ermahnungen.  Dabei wurde uns mehr bewusst, welchen Wert wir aneinander haben. Alles was wir tun und erleben hat zum Ziel, uns die Augen für unsere himmlische Berufung zu öffnen und uns für ein verborgenes Leben mit Gott zu begeistern. Jeder Einzelne wird dann als Glied an dem Leib Jesu Christi ausgebildet. In dieser Ausbildung zu stehen bedeutet sein Leben ganz für Gott zu geben und willig zu sein, ihm in allem zu gehorchen. 

Am nächsten Tag lockte uns die sagenumwobene Lagunenstadt Venedig schon um circa 6 Uhr aus den Federn. Wir wollten uns eine Besichtigung dieser nur 250 km entfernten, historischen Stadt nicht entgehen lassen. Trotz zeitweiser heftiger Gewitter und einer Unmenge von schaulustigen Touristen waren wir aber trotzdem von der auf Eichenpfählen errichteten Stadt beeindruckt, in welcher für unsere Verhältnisse baufällige Gebäude in einer solchen Weise miteinander harmonieren, dass diese gleichwohl als Sehenswürdigkeit angeboten werden können. Mit Begeisterung und Lebensfreude bahnte sich unsere Gruppe aus 90 Jugendlichen durch die zahlreichen Gassen und über eine Unmenge von Brücken und Brückchen den Weg zum Markusplatz, wo sich der Zug dann in überschaubarere Grüppchen aufteilte. Die gemeinsame Stadtdurchquerung mit dem Taxiboot über den „Canal Grande“ zurück zu den Parkhäusern beendete eine eindrucksvolle Stadtbesichtigung. 

Am Samstag waren wir dann am Höhepunkt unseres diesjährigen Jugendausfluges angelangt. Ganz unter dem Motto „Arbeit und Vergnügen gehören zusammen“ schwärmten am Morgen viele arbeitsfreudige Helfer aus Maubach, Mittewald und Wien aus und brachten das Gelände und die Gebäude auf Vordermann. Dabei wurde der Speisesaal gedämmt und Fenster eingebaut, wurmbefallene Pfetten ausgetauscht, Böden verlegt, Waschstraßen in der Küche montiert und allerlei Gartenarbeiten durchgeführt. Es war schön zu sehen, wie auch die Jüngsten unter uns mit vollem Eifer dabei waren. Wir hatten viel Spaß und Gemeinschaft und ganz nebenbei hatte dieser Einsatz noch den positiven Effekt, dass wir mit der Gemeinde Mittewald gute Bekanntschaft machen konnten. 

Zu unserer Freude reisten am Abend Herbert und Dietrich an. Eindrücklich redete Herbert in der Jugendstunde darüber, was es bedeutet den Kampf in seinem Leben aufzunehmen. Mit vielen Beispielen von Nehemia hat er uns den Sieg, den ein Kampf mit Gott unvermeidlich mit sich bringt, vor Augen gemalt. Nehemia hat vor Gott seine ganze Schwäche offenbart. Dadurch bekam er so viel Kraft von Gott, dass er gegenüber seinen Feinden so stark sein konnte, dass sich diese vor ihm fürchteten und alle besiegt wurden. Nehemia hat auch vor seinen Brüdern, den Israeliten, nur die Stärke gezeigt, die er von Gott bekommen hatte. Er liebte Jerusalem und liebte seine Brüder schon lange bevor er den Auftrag von Gott bekommen hatte Jerusalem aufzubauen. Lieben wir Gott von ganzem Herzen, dann öffnen wir uns für die Wirkungen Gottes und Gott kann auch uns dazu gebrauchen das Jerusalem unserer Zeit, die Gemeinde, zu bauen. 

In allen unseren Kämpfen sollen wir den Sieg klar vor unseren Augen haben. Dabei wird man natürlich seiner Schwäche bewusst. Aber trotzdem wird einem Gott Kraft genug geben, um in jeder Gelegenheit so stark zu sein, dass wir den Sieg erringen können. Dabei müssen wir mit aller Geduld arbeiten. Manche sagen, sie hätten es hundert Mal versucht. Das ist aber meistens nicht wahr. In Wahrheit haben sie es vielleicht zehn Mal versucht. "Wie oft hast du es versucht?" fragte er uns. "Hast du es schon eine Million Mal versucht?". Es gilt den Kampf nie aufzugeben. Wer im Kampf steht, der sucht Gott und Gott wird sich einem nahen. Es ist keine Niederlage, wenn man fällt. Man steht wieder und wieder auf. Der Sieg ist ganz sicher, auch wenn der Kampf im Höhepunkt steht und wir kaum ein Ende sehen können. 
Dietrich betonte, wie sehr es sich lohnt, ganz auf Gott zu vertrauen. Er richtet alles immer so, dass es zum Besten für die wird, die sich auf Ihn verlassen. Er räumt Menschen, die einem schaden, aus dem Weg und sendet solche, die einem zur Hilfe sind. Es war für viele ein erweckendes und anspornendes Jugendzusammensein und viele bekamen Lust dazu, von nun an den Kampf aufzunehmen und viele haben sich zu einem siegreichen Leben mit Gott bestimmt.
Danach verwöhnte uns die Küche noch mit einem Überraschungsbuffet und wir erlebten einen unterhaltsamen Abend mit vielen amüsanten Beiträgen und schöner Musik. Ein kleiner Spaziergang am Sonntag rundete die vielen guten Erlebnisse ab und dann folgte auch schon der Abschied von unseren lieben Gastgebern. |